Lindow entdecken

Der staatlich anerkannte Erholungsort Lindow (Mark) ist ein Juwel im Ruppiner Seenland. Das sagen viele, die unsere Stadt bei einem Besuch kennen gelernt haben. Und das wusste seinerzeit auch schon Theodor Fontane zu schätzen:  

Theodor Fontane

   „Lindow ist so reizend wie sein Name. Zwischen 

drei Seen wächst es auf und alte Linden nehmen 

es unter ihren Schatten.“

      Theodor Fontane, Wanderung durch die Mark Brandenburg

 

 

Der Name der Stadt Lindow leitet sich aus dem anhaltinischen Besitz, Lindenaue, des Grafen Gebhard von Arnstein und Ruppin ab, der an dieser Stelle 1230 ein Kloster gründete. Die Linde mit adlergeschmücktem Schild führt Lindow noch heute in seinem Stadtwappen.

Unsere Stadt hat eine bewegte Geschichte mit Höhen und Tiefen. Nicht nur einmal mussten die Lindower von vorne beginnen. Schöner denn je wurde Lindow nach dem großen Stadtbrand im Jahre 1803, bei dem fast die gesamte Altstadt vernichtet wurde, wieder aufgebaut. Prächtige Häuser im klassizistischen Stil entstanden.

Typisch sind auch die historischen Türen und großen Durchfahrten mit original erhaltenen Holztoren. Diese wurden für Fuhrwerke genutzt, da eine Zufahrt von hinten durch die Haus-wiesen und das Stadtfließ nicht möglich war. Das Fließ schlängelt sich nicht nur durch viele Gärten, sondern auch unter so manchem Haus hindurch.

 

In den Jahren 1807 bis 1809 wurde Rathausan der Straße des Friedens 20 das neue Rathaus im frühklassizistischen Stil errichtet. Denn auch das einstige Lindower Ratsgebäude war den Flammen des großen Stadtbrandes zum Opfer gefallen. Bis 1875 wurde das Gebäude von einem Glockenturm überragt, der dann aber leider wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste.

 

Das Zentrum der Stadt, der Marktplatz, wurde nach dem Brand mit Bürgerhäusern eingefasst, aus denen das heutige Hotel am Wutzsee herausragt. Mitten auf dem Marktplatz steht die rund zweihundert Jahre alte Kaisereiche und die hundertfünfzigjährige Friedenseiche, in deren Schatten es sich wunderbar rasten lässt. Direkt daneben finden Sie unsere Tourist-Information.

Eine an den Marktplatz angrenzende, kleine Grünanlage an der so genannten „Süßen Ecke“ lädt Sie zum Verweilen ein. Von hier aus kann man das Treiben im hoch über den Dächern der Stadt thronenden Storchennest besonders gut beobachten. Vom Aussichtspunkt an der Skulptur der „Schönen Nonne“ aus, eröffnet sich Ihnen dann ein weiter Blick auf den idyllischen Wutzsee auf dem sich unzählige Wasservögel tummeln. In fast jedem Jahr zieht das Schwanenpaar hier seine Jungen auf.

 

Vogelpark

In großräumigen Volieren im kleinen Vogelpark, gleich hinter dem Rathaus, können Sie prachtvoll gefiederte Gesellen wie Fasane, Papageien und Pfaue bewundern. Im Teich der liebevoll gestalteten Anlage fühlen sich die Enten des Kleintierzuchtvereins besonders wohl.

 

  Weithin sichtbar ist der 36 Meter hohe Turm der barocken Stadtkirche. Bereits 1457 erhielt die Lindower Neustadt eine eigene Pfarrkirche. StadtkircheSie war ein Feldsteinbau, deren Holzturm wie beim heutigen Kirchenbau an der Straße stand. Zwei Brände in der Mitte des 18. Jh. zerstörten die alte Stadtkirche sowie die Bürgerhäuser im südlichen und nördlichen Randbereich der Stadt. Die dann zwischen 1751 und 1755 von Landbaumeister Georg Christoph Berger neu erbaute evangelische Kirche mit der berühmten Sauer-Orgel (um 1900) gehört heute zu den schönsten der Mark Brandenburg und zu den besonderen. Denn ungewöhnlich sind nach wie vor die Ausrichtung des Turmes nach Osten und der, in der Mitte der Kirche stehende, Kanzelaltar. Wunderschön strahlen die restaurierten Bleiglasfenster mit den Motiven „Kreuzigung“ und „Auferstehung Jesu“ in der Sonne. Zu Zeiten Friedrich des Großen wurde neben der Kanzel eine Sanduhr angebracht, um immer die Dauer der Predigt im Blick zu haben… Die Kirche ist zu den angeschlagenen Öffnungszeiten zu besichtigen.

 

Bereits im Jahre 1859 wurde in Lindow eine katholische Missionsstation gegründet. Die heutige katholische Kirche St. Joseph wurde 1931 aus Seebecker Ziegeln und märkischer Kiefer erbaut. Ursprünglich gab es zwei Glocken, die kleine Marienglocke und die große Josephsglocke, die wie so viele andere im zweiten Weltkrieg zu Kriegszwecken beschlag-nahmt wurde. Die Bleiverglasung der Fenster fiel in den siebziger Jahren leider Vandalismus zum Opfer und musste durch Betonfenster ersetzt werden. Inzwischen wird das Gebäude nicht mehr als Gemeindekirche genutzt, aber als Eremitage St. Bernhard. Die Kirche steht dem Besucher zu bestimmten Zeiten zum Gebet oder auch zur Besichtigung offen.

 

Rund um Lindow finden Sie viele kleine Kirchen. Sehr vielfältig sind die Baustile und Bauarten der sakralen Gebäude. Jedes ist auf seine eigene Art ein Ort der Ruhe und Besinnung. Einige können auch von innen besichtigt werden.

 

Das 1803 in der Straße des Friedens 16 gebaute Gebäude wird auch liebevoll „Puppenhaus“ genannt. Die Statuen auf dem Dach verkörpern vier Musen: des ernsten Gesanges, der Sternkunde, der erzählenden Dichtkunst und der Poesie. Das spätklassizistische Bürgerhaus mit seinem künstlerischen Äußeren prägt das Lindower Stadtbild auf ganz besondere Weise.

 

Wegen seiner auffälligen roten Klinker erhielt das von 1880 bis 1882 errichtete Gebäude in der Straße des Friedens 24 den tollen Namen „Rotes Schloss“.

 

 

 

 

Alte Druckerei

„Obgleich der Neid zu hindern dacht, so ist es doch mit Gott vollbracht“. Diese Inschrift ziert das Gebäude der alten Druckerei in der Straße des Friedens 7. Von 1896 bis 1943 wurde hier die Lindower Zeitung gedruckt.

 

 

 

Bürgerhaus

Im neu gestalteten Bürgerhaus „Alte Schule“ gleich neben der Kirche sind neben dem Trauzimmer der Stadt Lindow (Mark) auch unsere Ausstellungs- und Veranstaltungsräume untergebracht.

 

 

 

Veranstaltungskalender

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Gudelacksee

Staatlich anerkannter Erholungsort im Ruppiner Seenland.



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