Stolpersteine

Das Projekt "Stolpersteine" wurde vom Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen.  Die Stolpersteine sind aus Beton, haben eine Kantenlänge von zehn Zentimetern und  eine individuell beschriftete Messingplatte befindet sich auf der Oberseite.

Mit diesen Gedenksteinen soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die im Dritten Reich ermordet, deportiert oder vertrieben wurden. Sie werden zumeist vor den letzten frei gewählten Wohnstätten der NS-Opfer in das Gehwegpflaster eingelassen. Somit stolpern wir heutzutage im Alltag quasi über das Schicksal dieser Menschen.

Stolpersteine werden verlegt

Am 9. August 2011 wurden vor dem Haus Straße des Friedens 14 zwei Stolpersteine in das Pflaster einge-lassen, die an die ehemaligen jüdischen Mitbürger Kurzwaren-händlerin Pauline Frankfurter (1.03.1866 – 26.11. 1942) und ihren Sohn Alfred Frankfurter (18.04.1902 – 1942) erinnern sollen. Bei Alfred zeigten sich in seinem 15. Lebensjahr verstärkte Anzeichen eines Gemüts-leidens. Nach einem Aufenthalt in der Charité wurde er in die Landes-irrenanstalt Neuruppin eingewiesen. Doch seine Mutter holte ihn wieder nach Hause. Alfred wurde entmündigt und auf Antrag der Nervenheilanstalt Bernau, in die er mehrfach eingewiesen wurde, unfruchtbar gemacht. Im Februar 1941 wurde Alfred in die Jakoby`schen  Anstalten Sayn bei Koblenz gebracht. Aus dieser Heilanstalt wurden von März bis November 1942 fast 600 jüdische Frauen und Männer in Vernichtungslager im Ostens deportiert. Pauline Frankfurter durfte ab Januar 1939 nicht mehr selbst über ihr Vermögen verfügen.  Im Februar 1942 wurde Sie zugunsten des Deutschen Reiches enteignet. Die verarmte Witwe nahm sich am 26. November 1942 das Leben, nachdem Ihr Sohn schon Monate zuvor deportiert worden war und sie, ebenso wie die Familie ihres Bruders, die Aufforderung zum Abtransport erhalten hatte.

Stolperstein für Max Kreide

Ein weiterer Stolperstein wurde am 30. November 2012 vor dem Haus Straße des Friedens 42 verlegt. Mindestens ein Familienmitglied des jüdischen Hutmachers Emil Kreide, der damals mit seiner Familie im so genannten Seifenhaus lebte, kam während der NS-Zeit um.

Die Geschichte der Familie ist leider nicht so ausführlich dokumentiert wie die der Frankfurters. Es gilt lediglich als sicher, dass ein Mitglied der Familie im Konzentrationslager Theresienstadt verstarb und Emil Kreide zu einem gesundheitlichen Wrack wurde. Er starb am 2. März 1942. 

Veranstaltungskalender

April 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
27 28 29 30 31 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Lindow auf Facebook

Live aus Lindow (Mark)

Gudelacksee

Staatlich anerkannter Erholungsort im Ruppiner Seenland.



Copyright © 2013. All Rights Reserved.